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Die Canyoncrawler
... das sind Katja & Frank
Schon immer bedeutete uns der Aufenthalt in der Natur sehr viel. Es war noch nie unser Ding in verräucherten Kneipen, überfüllten Diskotheken oder Rummelplätzen unsere Zeit zu vertrödeln. Statt vor der Glotze irgendeinen nichtssagenden Film anzusehen, sitzen wir lieber draussen bei einem knisternden Lagerfeuer oder auf einem geeigneten Platz um den Sonnenuntergang/ -aufgang zu erleben oder den leuchtenden Sternenhimmel zu beobachten. Einen interessanten Dokumentarfilm oder auch einen gutgemachten Hollywoodfilm (bevorzugt aus dem Action- oder Abenteuergenre) schauen wir uns natürlich gerne im Fernsehen oder Kino an. Wandern in einer reizvollen Umgebung zählt genauso wie Mountainbiken zu unseren Hobbys.
Katja ist eine begeisterte Leseratte und kann stundenlang in einem guten Krimi oder einem historischen Roman schmökern. Genauso können wir in Literatur über ferne Länder oder im Internet in Websites über Amerika oder Kanada versinken. Frank liest sehr gerne Magazine mit populärwissenschaftlichem Hintergrund (GEO, P.M.), wälzt irgendwelche Fachbücher oder taucht für 1 bis 2 Stunden zu Fuss oder mit dem Mountainbike im Wald unter um dort Energie zu tanken und sich zu entspannen (Ich muss mal raus!) . Nach einem anstrengenden Arbeitstag verschwindet Katja im Fitnessstudio um sich dort so richtig auszutoben. Ihr weiteres Interesse gilt den Indianern Nordamerikas, speziell über die Stämme der Great Plains und des Südwestens verschlingt sie alles was ihr auf den Bildschirm oder gedruckt vor die Nase kommt.
Mit Freunden in gemütlicher Runde zusammenzusitzen oder fernab von jeglichen "Abenteuerpfaden" etwas zu unternehmen, ist mit uns durchaus möglich. Einem Pauschalurlaub mit gebuchtem Hotel und Daueraufenthalt am Strand können wir derzeit allerdings nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Spätestens nach 2 Tagen würden wir uns am Strand zu Tode langweilen.
Seit einigen Jahren schon erkunden wir im Urlaub die Länder auf eigene Faust, so geschehen schon bei verschiedenen Rundreisen mit dem Zelt durch Frankreich (Provence, Gorges del Ardeche, Grand Canyon du Verdon, Cote d'Azur, Gorges du Tarn, Gorges del Jonte, Parc Natural de Grand Causses, Parc National de Cevennes).
Auch eine schwere Verletzung von Frank (Achillessehnenabriss) 1999 konnte unseren Entdeckerdrang nur kurzfristig bremsen. Nach 14 Tagen stationärer Behandlung und mit einem aufsehenerregenden Gipsverband reisten wir in Südtirol an und machten Sightseeing in den Dolomiten (auf die geplanten Kraxeltouren mußten wir aber leider verzichten).
Die schönen Bergwanderungen in den Dolomiten holten wir dann Anfang Juni 2001 in der Brenta/Adamello-Gruppe nach. Der Nationalpark Adamello-Brenta ist mit Bestimmtheit eine der schönsten Landschaften in den Dolomiten. Die Klettersteige waren zwar nach dem harten Winter noch nicht begehbar, aber das Bergpanorama lockte uns und wir blieben nur Nachts im Tal.
Die Nordamerikareisen schliesslich waren die Erfüllung eines langgehegten Traumes. Diese sollten natürlich auch so individuell wie möglich ablaufen. Wo sonst kann man der Natur näher sein als in den grandiosen Nationalparks von Amerikas und Kanadas Westen. Um jeden Augenblick so intensiv wie möglich zu geniessen ist Camping das geeignete Mittel. Morgens in einer grossartigen Landschaft mit schönen Aussichten erwachen, den Tag so zu verbringen wie es einem gefällt, am Abend in romantischer Stimmung vor dem Zelt sitzen und das Erlebte Revue passieren lassen. Für uns gibt es nichts Schöneres.
Wir verstehen uns als moderne Teilzeitabenteurer: die Woche über im Arbeitsleben versuchen wir unseren Job so gut wie möglich zu machen. In unserer Freitzeit, am Wochenende und im Urlaub tun wir das was uns gefällt und setzen alles daran, unsere Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer zu stillen. Welches Land wäre da geeigneter als die USA oder Kanada? Viele Gebiete sind in Teilen auch heute noch unberührt und wild, die Länder verfügen aber gleichzeitig über eine gute Infrastruktur die einem sorgenfreies Reisen auf eigene Faust ermöglicht. Der Natur- und Outdoorfreak kommt in den USA und Kanada voll auf seine Kosten.
Die Jahre 2002, 2003 und 2004 gehörten den Bergen. Auf Klettersteigen und Hochgebirgspfaden in den Dolomiten, bei Wanderungen im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich oder bei Touren im Hinterland in Südfrankreich konnten wir uns austoben.
Die Sehnsucht nach den Weiten im amerikanischen Westen wurde übermächtig. Trotz geplantem Sardinien-Trek zog es uns wieder in die USA: Im Jahr 2005 waren wir den unbekannteren Schönheiten im Südwesten auf der Spur und besuchten solch einzigartige Naturphänomene wie die Coyote Buttes North mit der atemberaubenden Gesteinsformation The Wave. Ausserdem führte unsere Reise mit dem SUV erstmals in die grösste Wildnis ausserhalb von Alaska: Grand Staircase-Escalante National Monument. In dem Areal - fast doppelt so gross wie Rheinland-Pfalz, wurden wir zu echten Backroad-Fans.
Weitere Dirtroad-Abenteuer erlebten wir im Jahr 2006: Unsere Tour führte uns wieder Mitten hinein ins Wilde Herz der Western States. 3,5-Wochen lang erkundeten wir zwischen Las Vegas und den Colorado Rocky Mounains faszinierende Canyon- und Wüstenlandschaften, dazu Arches, Hoodoos, Teepees u.v.m.
Bereits zu Anfang des Jahres nahm die Tourenplanung für 2007 Gestalt an: dachten wir zunächst noch an einige Klassiker in Europa, schlug der Südwest-Virus wieder zu und die Flüge wurden gebucht. Im September 2007 waren wir für 3,5 Wochen unterwegs. Unter dem Motto Out of the Desert von Las Vegas über Death Valley nach Kalifornien in die High Sierra. Nach den grossartigen Berg- und Seenpanoramen führte uns die Tour durch den Silver State Nevada in unseren Lieblingsbundesstaat: Utah. Bei traumhaftem Wetter erkundeten wir die Canyon- und Felswildnis im Südosten Utahs, bevor es über das nördliche Arizona zurück nach Las Vegas ging.
Im Mai 2007 waren wir 10 Tage in Oberitalien. Geplant war die Erkundung des Umlandes des Lago Maggiore im Tessin und Piemont mit dem National Park Val Grande. Nach anhaltend schlechtem Wetter sind wir nach 5 Tagen an den Gardasee geflüchtet und haben dort die Bike Trails und Klettersteige unsicher gemacht.
Für 2008 sind wir schon fleissig am planen. Stand zunächst der pazifische Nordwesten und die Rocky Mountains hoch im Kurs, ist es inzwischen sehr wahrscheinlich, dass der pazifische Nordwesten noch auf uns warten muss. Wir werden wohl unsere Sehnsucht nach dem Südwesten stillen. Fest eingeplant sind ausserdem die Rocky Mountains in Colorado, Wyoming und der westliche Zipfel die Präriestaaten Nebraska, South und North Dakota.
Will be continued ...
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