Back Roads

“We must go beyond textbooks, go out into the bypaths and untrodden depths of the wilderness and travel and explore and tell the world the glories of our journey.”

(John H. Franklin, US-amerik. Historiker)

Back Roads

Als Back Roads bezeichnet man gemeinhin eine nicht asphaltierte Strasse (unpaved Road).

Man unterscheidet dabei zwischen Dirt Roads und Gravel Roads.

Die Dirt Roads im Westen der USA bestehen aus dem natürlichen Untergrund des Gebietes - meistens sind es Staub-, Sand-, Lehmpisten oder eine Mischung aus diesen. Sie sind häufig durchsetzt mit Steinen, führen über Felsstufen, winden sich in engen Kehren auf Hochplateaus oder in zerklüftete Canyons hinunter. Sie warten mit heftigen Gefällen und Steigungsstrecken auf, die Querung von Flussbetten ist an der Tagesordnung. Nach starken Regenfällen füllen sich die sonst trocken liegenden Flussläufe und überfluten Teile der Strasse, das von überall herbei schiessende Wasser unterspült die Fahrbahn, wäscht sie weg. Niederschläge verwandeln die Dirt Roads in Schlammpisten, hinterlassen tiefe Furchen, Spalten und Rinnen. Selbst mit geländegängigen Allradfahrzeugen sind sie in diesem Zustand kaum mehr befahrbar.

Die Gravel Roads kann man am ehesten als geschotterte Strassen oder Pisten sehen. Den verdichteten, natürlichen Untergründen der Fahrbahn wurde eine Auflage aus Kies, Schotter oder sonstigem losen Material verpasst. Gravel Roads sind häufig zweispurig ausgebaut und in wenig besiedelten Gebieten weit verbreitet. Aufgrund der Schotterauflage sind sie auch nach Regenfällen normalerweise noch befahrbar. Für einige Gravel Roads ist aufgrund unebenen, zerfurchtem Geländes ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit erforderlich. In ländlichen Gebieten und in der Nähe von Farmen findet man  häufig Weidegatter und Viehroste (metallene oder hölzerne Rippen Gitter im Boden, die den Aktionsradius freilaufender Viehherden eindämmen). Weidegatter sollte man so hinterlassen, wie man sie vorgefunden hat (geschlossen oder offen).

Der Reiz der Back Roads liegt in der natürlichen Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaften, die von den Strassen berührt werden. Sie führen zu atemberaubenden Naturschönheiten, geformt von der Kraft des Wassers, des Windes und den wechselnden Einflüssen der Jahreszeiten über lange Perioden.

Ein klassisches Gebiet für Backroad Fahrten ist das Grand Staircase Escalante National Monument, das mit einer ganzen Anzahl von Back Roads aufwarten kann, die zu den unglaublichsten Felsformationen und sonstigen Naturspektakeln führen.

Die bekanntesten sind die Cottonwood Canyon Road und die Hole-in-the-Rock Road.

Auch das Outdoor-Mekka Moab kann mit unzähligen Back Roads aufwarten, die zu nicht minder spektakulären Sandsteinlandschaften führen.

Das Gebiet des neu ausgerufenen Paria Canyon Vermillion Cliffs National Monument ist ebenfalls mit tollen Back Roads durchzogen, die der Ausganspunkt zu solch grandiosen Landschaften wie den Coyote Buttes sind, in dessen Nordabschnitt ein beliebtes Felswunder liegt, The Wave.

Ein weiteres grossartiges Revier für Back Road Fahrten ist die südliche San Raffael Swell, die von der Hauptroute, der Temple Mountain Road erschlossen wird, von der zahlreiche Nebenpisten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad abzweigen.

Back Roads bieten auch heute noch ein Gefühl von Abenteuer und Weite, das man auf den asphaltierten Highways nur selten in der Intensität wahrnehmen kann.

Ein geländegängiges SUV, am besten mit zuschaltbarem Allradantrieb ist das beste Rüstmittel für Fahrten ins Backcountry. Diese sollte man stets gut ausgerüstet antreten, mit vollem Tank, unversehrten Reifen, Ersatzrad und passendem Werkzeug. Wasser und Verpflegung für mind. 3 Tage sollte man ebenfalls an Bord haben.

Die schönsten Back Roads in Utah und Arizona, viele davon schon selbst gefahren, möchte ich Euch hier gerne vorstellen:

 

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