Sierra Nevada
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Die Sierra Nevada (span. „verschneiter Gebirgszug“) ist ein Hochgebirge in den USA, das zum überwiegenden Teil in Kalifornien liegt. Ein kleiner Teil liegt im US-
Bundesstaat Nevada in der Nähe des Lake Tahoe.
Allgemein
Die Sierra Nevada ist ein Komplex, der aus Nationalparks, unter Naturschutz stehenden Wäldern (teils Nationalforste) und aus Gebieten besteht, die von der
Zivilisation abgeschnitten sind. Die verschiedenen Gebiete werden jeweils von dem „United States Forest Service“, dem „Bureau of Land Management“ und dem
„National Park Service“ verwaltet. Die höchste Erhebung ist der Mount Whitney (4.418 m), der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas.
Geschichte
Zu Zeiten des Königreichs Neuspanien war die Sierra die Nordostgrenze der Provinz Alta California. Sie war nicht erforscht und wurde
auf Landkarten nur schematisch dargestellt. Jedediah Smith gilt als erster Weißer, der die Berge 1827 überquerte. Im folgenden Jahr
zog er mit seiner Gruppe Trappern entlang der vollen Länge der Westflanke der Sierra. 1841 führte John Bidwell eine erste
Siedlergruppe durch die Sierra Nevada nach Kalifornien.
1844 vermaß John Charles Frémont wesentliche Teile des Gebirges und konnte so erstmals die Geographie des Landes zwischen
den Rocky Mountains und dem Pazifischen Ozean im Zusammenhang erkennen. Dabei stellte er auch fest, dass es keinen großen
Fluss von den zentralen Rockies bis zum Ozean geben kann, wie er als Buenaventura River seit dem späten 18. Jahrhundert in
Landkarten eingezeichnet war.
Geographie
Der 650 km lange Gebirgszug erstreckt sich von Fredonyer Pass im Norden bis zum Tchachapi Pass
im Süden. Der Gebirgszug bildet die südliche Fortsetzung der Kaskadenkette, die innere Zone des
pazifischen Systems der nordamerikanischen Kordilleren. An die Sierra Nevada grenzen im Osten das
Owens Valley und das Death Valley, im Westen grenzt die Sierra Nevada an das Kalifornische
Längstal. Flüsse, die nach Westen fließen, enden im Pazifischen Ozean. Die ostwärts fließenden
Flüsse enden in
der abflusslosen Wüste Großes Becken. Das Gebirge ist von tiefen, durch Gletscher entstandene Täler durchzogen, die Hänge sind
mit riesigen Wäldern bedeckt. Die Sierra Nevada ist das einzige Vorkommen des Riesenmammutbaums.
Flora & Fauna
Die Sierra Nevada ist durch vielfältige Lebensräume geprägt. Als Folge stark variierender Umweltbedingungen − die Höhenlage reicht
von etwa 300m bis 4400m – beinhaltet sie eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, die Mammutbäume ebenso wie Chaparral (eine für
Kalifornien typische Busch-Vegetationsgesellschaft) umfasst.
Westliche Vegetationsstufen
In der Sierra Nevada liegt, wie in anderen Gebirgen, eine klimabedingte Höhenzonierung der Vegetationsstufen vor, die eine Einteilung in verschiedene Kategorien
erlaubt:
Foothill Woodland
Die unterste Vegetationsstufe in der Sierra Nevada reicht von etwa 300 m bis 900 m Höhenlage. Diese Zone ist im Sommer heiß und trocken, und im Winter ist sie,
besonders im Vergleich zu den höheren Gebirgsregionen, schneearm. In den Wäldern sind u.a. Eichen (wie die in Kalifornien endemische Blue Oak (Quercus
douglasii), Kiefern und Sträucher (etwa der Gattungen Ceanothus oder Sarcobatus) häufig anzutreffen. Zu den in diesem Vegetationsbereich lebenden Tierarten
zählen Schwarzbär, Kojote, Stinktiere, Rotluchs und Katzenfrette.
Lower Montane Forest
Ab einer Höhenlage von ca. 900 m beginnt der Lower Montane Forest (oder auch „Yellow Pine Forest“, nach einer Reihe nahe verwandter Baumarten, die sich durch
gelbliches Holz auszeichnen). Diese Region ist durch heiße Sommer und kalt-feuchte Winter geprägt. Hier kann für mehrere Monate meterhoher Schnee liegen. In
dieser Vegetationszone ist der Artenreichtum bei Bäumen besonders hoch. Typische Tierarten sind Eichhörnchen, Hirsch und Schwarzbär. Wälder, welche in die
Kategorie des Lower Montane Forest fallen, sind im Yosemite Valley, Hetch Hetchy Valley und bei der Gemeinde Groveland-Big Oak Flat zu finden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sierra_Nevada
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